Freitag, 24. Oktober 2014

Bose ® SoundTouch ® 20 Serie II WiFi Music System schwarz




Toller Sound, aber katastrophale Bedienung

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Der Lieferumfang dieses WiFi Music Systems von Bose umfasst neben dem eigentlichen System noch eine Infrarot-Fernbedienung incl. Batterie sowie ein USB-Kabel. Außerdem eine Pappe, die mit wenig Aufwand und ebensolchem Erfolg versucht, die Einrichtung zu verdeutlichen.


Um das System in Betrieb zu nehmen, muss man erst einmal die zugehörige App herunterladen. Danach geht die Installation - bei mir über WLAN - ganz gut. Alternativ kann man das Gerät wohl auch über Ethernet oder auch USB einrichten. Etwas ausführlichere Informationen kann man in der Bedienungsanleitung finden, welche man sich über die Bose Webseite herunterladen kann.

Hat man die Hürden der Installation genommen und auch Musik gefunden, die man abspielen kann - im Zweifel geht das Internetradio -, begeistert der Sound. Trotz der geringen Größe des Gerätes kann ich da nicht klagen, wobei ich mich allerdings auch nicht zu den Highend-Hifi-Soundfetischisten zähle. Auch optisch finde ich das SoundTouch System gelungen.

Die Bedienung allerdings ist eine Katastrophe. Es grenzt an Wissenschaft, dem Teil etwas anderes als Internetradio zu entlocken. Vorgesehen sind neben dem Radio Spotify und Deezer sowie eine Musikbibliothek als Quelle. Deezer habe ich nicht ausprobiert. Bei Spotify - nur Premium arbeitet mit dem Soundsystem zusammen! - konnte ich über das Smartphone ganz akzeptabel Musik abspielen. Gestern habe ich es auch über den PC geschafft, heute suche ich wieder verzweifelt. Denn statt über SoundTouch, so der Name der App, Spotify abzuspielen hat man den Spieß umgedreht. Also muss man dort irgendwo auf den Lautsprecher klicken - was in der Smartphone-App klappt, in der PC-Software jedoch nicht so einfach ist.

Die Musikbibliothek setzt auf dem Windows Media Player auf. Das bedeutet, dass man seine Musik im selbigen organisieren muss. Dass man möglicherweise seine Musik in Ordnern vorhält und mit dieser simplen Organisationsstruktur auch noch glücklich ist, scheint den Bose-Entwickler ein fremdartiges Konzept zu sein.

So habe ich jetzt in etwa folgende Konfiguration:
  • Internetradio kann ich gut nutzen, habe dafür aber nur sechs Senderbelegungen zur Verfügung.
  • Spotify kann ich übers Handy abspielen, über den PC stellt sich das als größere Aktion dar.
  • Playlists vom Rechner kann ich abspielen, vom Homeserver nicht. Obwohl die Musikdateien offenbar zugreifbar sind, denn beispielsweise über den "Artist" bekomme ich sie angezeigt.
  • In Ordnern abgelegte Musik kann ich so nicht verwenden, sondern muss sie erst in den Media Player hineinbringen.
  • Einfach den Ton umleiten, z.B. von Youtube, funktioniert wohl weder vom PC noch vom Smartphone.

Fazit: Akustisch wie optisch überzeugend, aber die Bedienung ist so katastrophal, dass ich die zwei dafür abgezogenen Sterne noch als zurückhaltend betrachte. Hier sollte Bose dringend nachbessern.


Weiterführende Links:

1 Kommentar:

  1. Dann ist das wohl nur was für richtige Technik-Experten, die sich nicht nur mit Computern, sondern auch mit Musikanlagen gut auskennen. Vielleicht sollte man bei Bose die Installation und Einweisung in das Gerät für eine geringe Gebühr gleich mitanbieten. Das gibt es auch schon für Kaffeevollautomaten ab einer bestimmten Preisklasse.
    LG Elke

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