Donnerstag, 16. Oktober 2014

F-Secure SAFE Internet Security 2015




Eine Frage des Vertrauens

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Die erste Überraschung, wenn man das Produkt erhält: Die beachtlich wirkende Box aus der Produktabbildung hat eine Dicke von nicht einmal einem halben Zentimeter. Der Grund ist einfach: Die Pappschachtel ist leer, außer Luft enthält sie noch einen Gutscheincode, mit dem man - äh, ja, was denn?


Ich habe über eine Stunde an der Installation für mein Tablet gesessen. Vielleicht habe ich mich dabei etwas doof angestellt, aber trotzdem. Ich versuche mal, ob ich das alles noch zusammenkriege:
  • Zunächst einmal muss man sich auf der F-Secure Seite mit dem Gutscheincode anmelden.
  • Dann muss man, immer noch auf derselben Website, auf einen Button Installieren klicken. Das fand ich schon ziemlich irritierend, denn ich wollte die Software ja nicht auf dem PC installieren.
  • Daraufhin wird eine Mail geschickt an eine einzugebende Mail-Adresse.
  • Diese Mail enthält einen Link, der hinter einem Button liegt. Also nicht auf das riesige F-Secure-Bild klicken, welches die Mail ziert umd zum Anklicken verlockt.
  • Hat man den Button entdeckt (Bilder anzeigen muss man dafür natürlich) und geklickt, kommt man in den Playstore. Dort kann man die Software herunterladen.
  • Dann muss man die Software aktivieren. Dafür benutzt man einen Key, den man per SMS erhalten hat.

Hat man das geschafft - und F-Secure hat sichergestellt, dass viele Ablenkungen am Rande des Weges zum Erfolg aufgestellt sind -, kann man schließlich die Software benutzen. Diese stellt sich überraschend übersichtlich strukturiert dar. Der erste Scan erfolgte flott, und eine störende Systembelastung konnte ich bislang nicht feststellen.

Im Einzelnen hat man dann die folgenden Funktionen zur Verfügung:
  • Diebstahlsicherung: Per SMS kann man das Gerät suchen (getestet, es wird ein Google-Maps-Link gesendet), es sperren, einen akustischen Alarm auslösen (getestet) oder alle Daten löschen.
  • Datenschutz für Apps: Hier zeigt die Softwar eine Bewertung der Apps unter Berücksichtigung der App-Berechtigungen.
  • Anti-Virus: Hier kann man sowohl sofort scannen als auch einen regelmäßigen Scan einstellen.
  • Kindersicherung: Hier kann man die Apps auswählen, die dem Kind zur Verfügung stehen. Außerdem kann man für drei Altersgruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) Einschränkungen für Websites festlegen.
  • Safe Browser: Ein Browser, der sicheres Surfen sicherstellt.
  • Sichere Kontakte: Dient dazu, unerwünschte Anrufe abzuwehren (werden lautlos abgewiesen).

Wie ich eingangs erwähnte, erhält man nur eine leere Pappschachtel. Für das Handbuch wird auf die Website verwiesen. Nur habe ich es dort nicht gefunden. Support-Anfragen waren nicht möglich; im Kontaktformular gab es einen Server-Fehler, und der Chat war nicht verfügbar.

Fazit: Die Software scheint okay zu sein. Aber da der Normalbürger kaum die Qualität einer Virensoftware in Bezug auf den gewährten Schutz beurteilen kann, ist dies eine Frage des Vertrauens. Und das reduziert sich deutlich, wenn man mit solchen Problemen zu kämpfen hat.


Codes für Diebstahlschutz:
Da man diese SMS Codes schnell zur Hand haben muss, führe ich sie hier als Referenz auf:
  • #LOCATE#<Sicherheitscode>
  • #LOCK#<Sicherheitscode>
  • #WIPE#<Sicherheitscode>
  • #ALARM#<Sicherheitscode>
  • #ALARM#<Sicherheitscode>#<Wiederholungsanzahl>
  • #ALARM#<Sicherheitscode>#<0> (Alarm aus)

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