Sonntag, 12. Oktober 2014

Mehr als das




Erwachen in der Hölle

Rezension zu Mehr als das
*****

Ein Jugendlicher kommt beim Schwimmen im winterlichen Meer an der amerikanischen Ostküste ums Leben. Doch dann wacht er auf - in England, in einer verlassenen Welt, vollkommen allein. In der Hölle, wie er mutmaßt. Was ist passiert?


Bevor überhaupt etwas passiert, muss man weit über zweihundert Seiten hinter sich gebracht haben. Es ist dabei nicht unbedingt so, dass man sich quälen müsste, aber es zieht sich. Danach nimmt die Geschichte ein wenig Fahrt auf und führt den Leser nach und nach in ein beklemmendes Endzeitszenario. Dabei geht es um nicht weniger als die Frage, wie real sein Leben tatsächlich war und ist. Das Ende lässt dem Leser Raum für eigene Spekulationen.

Stell dir vor, du wirst wach und bist tot - dieser alte Spruch wird hier auf den Kopf gestellt. Die Geschichte hat eine gewisse Faszination, allerdings finde ich sie störend in die Länge gezogen. Es handelt sich um eine recht düstere Zukunftsvision, was man gerade bei jüngeren Jugendlichen der Zielgruppe (ab 14 Jahren) berücksichtigen sollte. Auch die homosexuelle Ausrichtung des Protagonisten mag konservative Eltern und homophobe Leser schrecken.

Fazit: Ein interessanter Roman, der ein wenig an Längen krankt.


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