Samstag, 25. Oktober 2014

Samsung Galaxy S5 Smartphone





Wenn man die Box aufmacht und das S5 seiner schick gestalteten Verpackung entnimmt, macht es erst einmal ein ganz gutes Bild. Aber es soll ja nicht nur schick aussehen, sondern auch funktionieren...


Zunächst steht man vor der Herausforderung, den beiliegenden Akku ins Gerät zu bringen. Ich musste einen Blick in die Anleitung werfen, so versteckt ist der Nuppel, wo man den Rückdeckel abheben kann. Der ist übrigens aus Plastik, was man von außen weniger störend wahrnimmt, was aber beim Abnehmen eher billig wirkt. Nun ja, den Akku hatte ich eingelegt, Deckel drauf - aber wie kriegt man das Ding geladen? Der Wasserdichtigkeit geschuldet ist die Ladebuchse mit einem Deckel verschlossen, den man nur öffnen kann, indem man den Batteriefachdeckel anhebt. Ziemlich unpraktikabel, daher habe ich mir gleich ein Induktionsladegerät  zugelegt. Damit erfolgt das Laden deutlich komfortabler.

Im Betrieb ist das Gerät recht flott und relativ stabil. Der Akku hält bei mir, je nach Nutzung, einen halben bis anderthalb Tage - allerdings, ohne dass ich dafür den Energiesparmodus eingeschaltet hätte. Neben diesem bietet das Gerät übrigens noch einen Ultra-Energiesparmodus, welcher der Anzeige auch die Farbe raubt und nur ausgewählte Apps zulässt. Sicher nicht der bevorzugte Modus, aber eine tolle Alternative, wenn man wirklich mal sparen muss.

Die Kamera, hier löse ich mich von meinen bisherigen Statements zu Smartphones, ist tatsächlich brauchbar. Das S5 bietet weiterhin einen Schrittzähler; dieser mag etwas ungenau sein, aber gibt auf alle Fälle eine gute Indikation. Auch ein Pulsmesser ist vorhanden; die "Stressmessung" ist leider dem jüngsten Update zum Opfer gefallen. Auch einen Fingerabdrucksensor kann man zur Authentifizierung nutzen; den habe ich allerdings noch nicht getestet.

Verbindungstechnisch steht dem Anwender neben WLAN und 3G auch noch LTE zur Verfügung. Für eine stabile Verbindung kann man einen schnellen Wechsel zwischen WLAN und Mobilnetz zulassen, aber das ist natürlich mit Vorsicht zu genießen. Weiterhin kann man einen Download-Booster aktivieren, wobei die Verbindung sowohl über WLAN als auch über LTE hergestellt wird. Klingt gut, sollte man aber nur machen, sofern man über eine hinreichend komfortable Flatrate verfügt.

Alles in allem eine runde Sache; den Wechsel vom HTC One X+ habe ich nicht bereut. Schwach finde ich allerdings, dass man bei dem Preis nicht gleich ein Induktionsladegerät mitliefert. Enttäuscht war ich auch, dass Samsung anscheinend kein KFZ Induktionsladegerät anbietet; mein erstes Gerät von einem Drittanbieter habe ich gerade retourniert. Auch mit dem Activity Tracker, diesmal ein Samsung-Gerät, konnte ich keine erfolgreiche Kopplung erreichen und musste es retournieren.

Fazit: Ein schickes Gerät, das aber noch leichte Schwächen zeigt, insbesondere in der Peripherie. Ein Stern Abzug, da ich ungeplant zusätzlich rund 100 Euro für Induktionsladetechnik investieren musste. Nichtsdestotrotz mein bislang bestes Smartphone - kann ich empfehlen.
 
 
Update 30.10.14:

Der wesentliche Punkt, warum ich den fünften Stern verweigert hatte, war der knifflige Verschluss der Ladebuchse gewesen, die für mich den Kauf eines Induktionsladegerätes notwendig machte.

Den Kauf des Letzteren habe ich nicht bereut, habe aber mittlerweile einen Kniff gefunden, wie man die Buchse öffnen kann. Daher entfällt dieser Kritikpunkt.

Außerdem bin ich mittlerweile hellauf begeistert von der Akku-Laufzeit. Bei intensiver Nutzung komme ich etwa 12 Stunden ohne Einschränkung hin; den Wert kann man deutlich erhöhen, wenn man sich ein wenig ums Energiesparen bemüht. Und es gibt noch einen Graustufenmodus, der zwar wegen der fehlenden Farben ein wenig hässlich ist, für reine Kommunikationszwecke aber vollkommen ausreicht. Damit kommt man dann locker auf zwei Tage - ohne wesentliche Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten.

Daher Aufwertung auf fünf Sterne.


Weiterführende Links:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen