Sonntag, 19. Oktober 2014

Sony HDR-AZ1 Action Kamera Kit





Beim Auspacken erwartet den Käufer eine edle Präsentation der Sony Action Cam - ökologisch eher angreifbar, aber schick. Nimmt man das Ganze auseinander, findet man nebst vielen Kleinteilen (von denen eines die Kamera ist) auch sehr viel Papier.


Das Papier ist leider ziemliche Verschwendung, sofern man nicht an einem Studium sämtlicher in der EU vertretenen Amtssprachen interessiert ist. Aber mit etwas Suchen findet man auch die deutsche Anleitung, und damit gelingt dann auch der Start recht gut.

Die Cam selber ist unglaublich klein - bei meinen zugegebenermaßen großen Händen gerade mal Daumengröße. Bereits montiert ist der Stativadapter. Dazu das Armband mit der Fernbedienung sowie ein Unterwassergehäuse. Außerdem gibt es zwei Klebehalterungen, eine flache und eine gewölbte.

Um beginnen zu können, muss erst einmal der Akku eingelegt und geladen werden. Angesichts der filigranen Verschlüsse eine echte Herausforderung für meine Wurstfinger. Außerdem benötigt man eine microSD-Karte - angesichts des Preises hätte Sony zumindest eine kleine für den Schnellstart beilegen können. Die Kamera "verträgt" microSDXC-Karten, man kann also Karten bis 128 GB verwenden.

An der Kamera findet man diverse Bedienelemente, die auch im Unterwassergehäuse nach außen geführt sind. Eigentlich benötigt man nur zwei: Mit der Hold-Taste kann man die Bedienelemente blockieren, und mit der Power-Taste - klar - die Cam ein- und ausschalten. Den Rest kann man über die Fernbedienung erledigen, noch bequemer geht es mit Smartphone oder Tablet. Natürlich kann man aber auch die Aufnahme direkt am Gerät starten.

Die Aufnahmen haben eine ganz ordentliche Qualität, auch bei weniger guten Lichtverhältnissen kann man damit durchaus noch brauchbare Ergebnisse erzielen. Der Bildstabilisator leistet ganze Arbeit; dass eine Action-Fahrt hektisch bleibt, liegt aber in der Natur der Sache. Mit dem Weitwinkel hat man alles im Griff. Manchmal ist das zwar auch eine Einschränkung, aber andererseits - die Cam ist für die Action...

Auch ohne Schutzgehäuse ist die Cam bereits spritzwassergeschützt. Wird es nasser, oder geht es gar ins Wasser hinein, muss das Unterwassergehäuse her. Dieses hat, wie oben erwähnt, die Anschlüsse nach außen gelegt. Dies erfolgt rein mechanisch, daher kein Einfluss auf die Dichtigkeit. Vor der Benutzung mit der Kamera kann ich nur dringendst anraten, sich mit der Mechanik vertraut zu machen und das Gehäuse auf Wasserdichtigkeit zu testen. Bei mir verlief dieser Test positiv.

In der Fernsteuerung - sowohl der mitgelieferten als auch über App - kann man nicht nur die Aufnahme starten und stoppen, sondern auch die Einstellungen ändern und die Ergebnisse betrachten. Letzteres geht allerdings nur im Stummfilmmodus; der Ton wird zwar (in guter Qualität) aufgenommen, wird aber über die Remote-Funktionen nicht wiedergegeben. Lädt man sich den Film jedoch auf Handy oder PC, kann man Bild und Ton in schönster Eintracht genießen.

Die Akku-Laufzeit ist angegeben mit um die 80 Minuten. Je nach Arbeitsweise kann dies jedoch deutlich nach oben oder unten abweichen. Daher werde ich mir auf alle Fälle noch ein externes Ladegerät samt Akkus zulegen (sobald verfügbar; noch habe ich leider keines gefunden), denn nichts ist unangenehmer, als wenn im falschen Moment der Strom fehlt. Aus ähnlicher Motivation verwende ich auch eine 64GB-Karte (bei 128GB stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis noch nicht, ist aber eine Bewertung nach rein persönlichen Präferenzen).

Fazit: Ein Hammerteil - macht richtig Lust auf Action.


Weiterführende Links:

1 Kommentar:

  1. Voll cool :-) ich habe mir das YouTube Video von dieser handlichen Minikamera angeschaut und fand die eigentlich auch ganz gut! Vielleicht finde ich ja auch eine vergleichbares Testergebnis irgendwo :-) Auf jeden Fall schon mal Danke für Dein Feedback zur Sony HDR-AZ1. Das hat meine Entscheidung schon ein wenig beeinflusst!

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