Sonntag, 30. November 2014

The Diviners - Aller Anfang ist böse




Unnötige Längen

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1926: Die 17-jährige Evie O'Neill wird von ihren Eltern wegen eines kleinen "Zwischenfalls" aus ihrer betulichen Heimat Ohio zu ihrem Onkel nach New York geschickt. Eine wahrlich harte Strafe für das Mädchen, und so versucht sie die Strafe in wilden Partys angemessen auszukosten. Doch als ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert, steckt sie plötzlich mit ihrem Onkel mitten drin in den Ermittlungen.


Evie besitzt die Fähigkeit, aus Gegenständen Information über ihren Besitzer zu "lesen". Und diese Fähigkeit, gepaart mit dem Wissen ihres Onkels über paranormale Phänomene, wird auch dringend benötigt - denn das Böse, das sich über New York zusammenbraut, ist nicht von dieser Welt.

Die okkulte Geschichte hat Potential, ohne Frage. Auch das Umfeld - New York Anfang des vorigen Jahrhunderts - hat Charme. Allerdings muss der Leser sich erst einmal durch zahllose Partys feiern, bis irgendwo in der Mitte des Buches die Story Fahrt aufnimmt. Insbesondere werden mehrere weitere Charaktere aufgebaut, die aber in diesem Buch keine wesentliche Rolle spielen (wenn man vom Aufbau einer okkulten Stimmung absieht). Und so folgt fast zwangsläufig nach dem eigentlichen Ende noch ein Cliffhanger - über die stolze Länge von mehr als 50 Seiten!

Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei 14-17 Jahren. Den Jugendlichen in diesem Alter könnte die Geschichte zusagen, wenn sie sich über die Längen retten können. Ob die Eltern mit den teils doch recht heftigen Szenen so glücklich wären, steht auf einem anderen Blatt.


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