Montag, 15. Dezember 2014

Crazy Christmas - total verdrehte Weihnachten




Die Weihnachtsgeschichte...

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Die Weihnachtsgeschichte ist uns allen ja nun hinlänglich bekannt. Nur dass sie eigentlich in fast allen Kirchen gleich erzählt wird und sie deshalb wenig innovativ, um nicht zu sagen: ein wenig angestaubt, wirkt. Hier bringt Norbert Golluch ein paar neue Sichtweisen ins Spiel und erweitert dabei gleichzeitig unseren weihnachtlichen Horizont.


So nehmen wir es als selbstverständlich hin, unter welch schwierigen Bedingungen das Jesus-Kind geboren und die ersten Tage zwischengelagert war. Aber wie passt das überhaupt in die geltende Landschaft von Gesetzen, Bestimmungen, Verordnungen und Durchführungsverordnungen? Der Beamte zeigt die Problematik auf.

Oder Joseph. Macht man sich Gedanken, warum er bei Maria blieb, obwohl seine Gesamtsituation damals wenig repräsentabel war? Eigentlich nur erklärlich, wenn man ihn als weichgespülten Birkenstock-Jünger sieht - wobei man das mit dem Jünger nicht missverstehen sollte.

Musikalisch nähert sich Golluch der Geschichte sogar gleich aus zwei Richtungen, wie sie verschiedener kaum sein können: nämlich Hip-Hop und Country.

Die Vermarktung des Weihnachten ist uns allen hinlänglich bekannt; tiefere Einblicke gewährt der Einblick in den Erfolgsbericht der Agentur Himmelreich, die für den Relaunch des Produktes Erlöser verantwortlich zeichnet und eine Werbestrategie entwarf, welche die Jahrtausende überdauern sollte.

Wer es eher mit den harten Fakten hält, wird wohl den Bericht der Tagesschau zu schätzen wissen, mit Live-Berichterstattung aus Jerusalem.

Auch zu Jesus Zeiten wurde schon gechattet. Da dies bekanntermaßen göttlich ist, wie jeder Schüler gene bestätigen wird, beschränkte es sich damals auch auf diese Kreise. Golluch liefert uns hier einen Mitschnitt eines Chats zwischen Vater und Sohn kurz vor und nach der Niederkunft. Wobei deutlich wird, dass Jesus wie alle anderen Nachfahren wenig von Traditionen hält.

In einer Zugabe finden wir uns in einer Touristengruppe wieder, deren lockere Strenge durch das schreiende Baby nebst Randbedingungen gründlich durcheinandergebracht wird. Reiseführer war auch damals schon ein harter Job.

Fazit: Die Kurzgeschichten sind zwar sehr kurz, aber äußerst amüsant. Kann ich empfehlen.

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