Dienstag, 9. Dezember 2014

Der Palast der Borgia




Der Leser wird schwer gefordert

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Rom 1492: Habemus papam. Mit diesen traditionellen Worten wird die Wahl Rodrigo Borgios, nun Papst Alexander VI., verkündet.


Borgio ist ein Meister der Politik. Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte der Borgias, eine Geschichte von Machtgier und Korruption, Sex und Intrigen. Eigentlich der ideale Stoff für einen Historienroman.

Allerdings vermag die Geschichte nicht zu fesseln. Zwar wird eine Erzählung um die Figuren gewoben, der Roman bleibt aber nüchtern und trocken wie ein Geschichtsbuch. Die für die Erzählung gewählte Zeitform, das Präsens, irritiert zusätzlich, zumal das damit wohl verfolgte Ziel, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen, verfehlt wird. Und so zieht sich die im Kern eigentlich interessante Erzählung über mehr als 600 Seiten.

Fazit: Der Roman zeichnet nicht nur ein Bild der Borgias, sondern auch jener Zeit. Der Leser wird dabei allerdings schwer gefordert.

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