Montag, 22. Dezember 2014

Extinction




Spannend, aber es fehlt was

Rezension zu Extinction: Thriller
*****

Jonathan Yeager, ein Söldner, wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt, um die Ausbreitung eines gefährlichen Virus zu verhindern. Als er feststellt, dass es in Wahrheit um die Tötung eines Jungen mit außerordentlicher Begabung geht, führt er seinen Auftrag nicht aus, sondern beschützt das Kind. Eine Jagd quer durch Afrika beginnt.


Dieses ist der eine Handlungsstrang. In einem weiteren erhält Kento, ein junger japanischer Postgraduierter, von seinem toten Vater den Auftrag, in nur einem Monat ein Medikament gegen eine Lungenkrankheit zu entwickeln, eine Aufgabe, an der auch Wissenschaftler mit mehr Erfahrung scheitern würden. Wird er es schaffen? Und warum, was hat das mit dem Kongo zu tun?

Während die Flucht des Jungen recht spannend beschrieben ist, erschöpft sich die Beschreibung der Medikamentenentwicklung in endlosen pharmakologischen Erklärungen, die ich zu einem großen Teil nicht nachvollziehen konnte. Die Verbindung zwischen den Handlungssträngen gibt es zwar, aber sie erscheint mir doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen. In die meisten Charaktere konnte man recht schnell hineinfinden, nur Kento war für mich nicht greifbar.

Auch sprachlich scheint mir das Buch eher etwas steif, nicht zuletzt wegen der vielen Erklärungen, welche sich nicht nur auf die Pharmakologie beschränken. Schmunzeln musste ich, als sich einer der Protagonisten im Klo einschloss und das Dilemma betrachtete, das vor ihm lag...

Bemerkenswert fand ich, wie der Autor auf politische Korrektheit verzichtet. Nicht nur im fernen Afrika, sondern auch in seiner japanischen Heimat prangert er den Umgang mit den koreanischen Nachbarn an. Und die amerikanische Regierung - trotz anderer Namen ein hoher Wiedererkennungswert.

Alles in allem gute Ansätze, aber in der Gesamtheit nicht so überzeugend. Gute drei Sterne.


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