Sonntag, 8. Februar 2015

Samsung UE40H6470 40 Zoll 3D LED-Backlight-Fernseher





Nachdem der Preis für dieses Smart-TV wieder in normale Regionen gefallen war, habe ich nach langem Zögern mein altes Röhrengerät gegen dieses Gerät getauscht. Nicht alles lief so, wie erwartet…


Die Lieferung umfasst neben dem Gerät samt Standfuß zwei Fernbedienungen sowie zwei 3D-Brillen. Sämtliche benötigten Batterien liegen bei, ebenso eine Kurzanleitung. Die Montage beschränkt sich auf das Festschrauben des Standfußes (Montageanleitung klebt auf der Schutzhülle des TV) sowie die Verkabelung.

Nach dem ersten Einschalten wird der Anwender durch die Installation geführt, also Sprache, Netzwerk (WLAN), Land, Empfangsmethode. Anschließend wird ein Sendersuchlauf durchgeführt.

Nachdem ich das alles problemlos absolviert hatte, konnte ich das Ergebnis genießen. Oder auch nicht, denn das Bild war schlimmer als jemals zuvor. Nach kurzer Überlegung, ob ich das Gerät tauschen oder zurückgeben sollte, habe ich die Verkabelung geprüft und festgestellt, dass ich bei der Umbauaktion wohl die Dose aus der Wand gezogen hatte. War schnell behoben und auch kaum Samsung anzulasten.

Danach war das Bild gut – aber nicht wirklich prickelnd. Denn ich empfing nach wie vor das analoge Signal. Für digitale Sender braucht man bei Kabel ein entsprechendes Modul. Dieses hatte ich mir zwar im Vorfeld bestellt, aber über Amazon (weil um die Hälfte billiger), und daher hatte ich noch keine zugehörige Smartcard. Für Kabelkunden gilt also: Beim Kauf des Fernsehers gleich ein CI+ Modul mitbestellen. Nach Erhalt derselben kann die Smartcard bei Kabel Deutschland bestellt werden (dafür wird die Seriennummer des Moduls benötigt).

Die Smartcard wird hinten ins Gerät gesetzt (die Öffnung ist mit einem Aufkleber geschützt). Nach Freischaltung ein weiterer Sendersuchlauf, und ich hatte gut 300 digitale Programme in meiner Senderliste. So zappte ich mich durch – und war erst einmal ernüchtert: Die meisten Sender waren verschlüsselt und konnten von meiner Smartcard nicht entschlüsselt werden. Damit hatte ich gerechnet. Aber bei jedem dieser Sender kommt eine entsprechende Popup-Meldung, wenn man die wegdrückt gleich noch eine. Abhilfe schafft hier nur die Benutzung der Programm-auf-ab-Taste bzw. als wirkliche Lösung das Löschen der überflüssigen Programme. Das hätte besser gelöst werden können, zumal bei der Löschung der Programme nicht mehr direkt ersichtlich ist, welche davon nicht entschlüsselt werden können.

Auch nach der Löschung hat man noch eine recht lange Programmliste; um besser durch seine bevorzugten Programme zappen zu können, hat man fünf Favoritenleisten zur Verfügung, in die man die Programme verschieben kann; dabei kann ein Programm auch in mehreren Favoriten verwendet werden.
Nun war ich soweit, dass ich Bild und Ton auch beurteilen konnte – beides zu meiner vollen Zufriedenheit. Verschiedene Optionen ermöglichen das Einrichten entsprechend persönlicher Vorlieben.

Nachdem die Grundfunktionalität nun hergestellt war, ging es an die Optimierung und die Nutzung der Zusatzfunktionen:

Fernbedienung: Die große Fernbedienung ist ziemlich komplett und kann sofort intuitiv genutzt werden; bei der kleinen (ein kleiner Handschmeichler) fehlen einige seltener benötigte Funktionen (mit der Keypad-Taste kann man eine virtuelle Fernbedienung auf dem Fernseher anzeigen lassen), dafür bietet sie durch ihre mausähnliche Bedienung viele Vorteile. Vor der Einrichtung empfiehlt es sich auf alle Fälle, sich mit ihr auseinanderzusetzen.

PVR: Voraussetzung dafür ist der Anschluss einer USB-Festplatte (USB-Sticks u.ä. funktionieren nicht). Mit Druck auf die Pausentaste wird das zeitversetzte Fernsehen gestartet. Damit wird die Sendung aufgezeichnet und man kann bei Bedarf pausieren oder zurückspulen. Man kann auch Sendungen aufzeichnen; dafür kann man über das TV-Programm (im Menü) gehen, über den Programmmanager sowie beim Ansehen eines Senders über die Info-Anzeige. Die Funktionalität ist etwas gewöhnungsbedürftig und auch fehleranfällig – mehrere Aufnahmen wurden ohne nähere Angabe von Gründen abgebrochen. Wichtig: Ansehen kann man während der Aufzeichnung nur das entsprechende Programm; alternativ kann man Aufzeichnungen ansehen oder die Smart-Funktionen nutzen. Es kann auch nur ein Programm gleichzeitig aufgenommen werden.

Smart-TV: Im Wesentlichen geht es hier um eine Ansammlung von Apps. Für mich am interessantesten sind die Amazon-App (wegen Amazon Prime Instant Video) sowie Youtube (diese App lässt sich mit anderen Geräten wie PC oder Smartphone pairen, dann kann man von dem jeweiligen Gerät die Videos auf dem Fernseher abspielen).

Alles in allem ein Gerät, das eine hervorragende Bild- und Tonqualität leistet. Bei der Bedienung besteht allerdings noch Nachbesserungsbedarf.


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