Sonntag, 19. April 2015

Samsung Galaxy S6 Smartphone





Das Galaxy S6 wird geliefert mit Ohrhörern und Schnelladegerät, dazu ein Simkarten-Slot-Öffner. Bei Auslieferung ist der Akku zu 50% geladen.


Der Start erwies sich als schwierig; allerdings neige ich dazu, auf technische Probleme zu stoßen, wo immer diese sich auch vor dem wachen Auge der Weltöffentlichkeit verbergen. Nach dem Einschalten gibt man ein paar Basisdaten ein, danach NFC-Kopplung mit meinem S5 – und der Rest der Installation ging mit SmartSwitch fast von allein. Nur dass das Gerät sich dann derart verhakte, dass ich zweimal auf Werkseinstellungen zurückgehen musste. Mein Tipp: Wenn Sie diese Vorgehensweise wählen, lassen Sie das Handy einen Tag ruhen, damit es alles herunterladen, installieren und sich wieder erholen kann. Achtung: Das Gerät benötigt eine Nano-SIM.

Die Frage nach der Kapazität des Akkus stellt sich der kritische Nutzer natürlich als erstes bei diesem Gerät, ist er doch fest verbaut. Die erste Erfahrung war schockierend – 35% in einer Stunde. Dies ist allerdings deutlich besser geworden, jetzt komme ich mit einer Akku-Ladung gut über den Tag. Das Schnell-Ladegerät lädt den 2.550mAh-Akku mit 1,6A. Dass die Samsung-Werbung mit der 10-Minuten-Ladung übertreibt, kann man leicht ausrechnen; es stimmt aber schon, dass man relativ schnell wieder einsatzbereit ist. Auch induktives Laden wird unterstützt.

Vom Äußeren her hat sich das S6 völlig gewandelt: Vorne Glas, hinten Glas, dazwischen ein Metallrahmen. Die Knöpfe (die Lautstärke wird über zwei Schaltknöpfe gesteuert, was mir besser gefällt als die üblichen Wippen) stehen deutlich heraus, ebenso die Kamera. Alles in allem schick, allerdings ist das Handy dadurch recht glatt und lässt sich weder besonders gut halten noch liegt es sicher auf glatten Oberflächen. Die Statusleiste kann ich einhändig nicht herunterziehen, da mein kleiner Finger dann regelmäßig den linken Softkey auslöst.

Das Display ist hochauflösend und hell, gut ablesbar sogar im Sonnenlicht. Die Geschwindigkeit lässt nicht zu wünschen übrig, nur vereinzelt reagiert das System träge auf Eingaben, ohne dass ich einen Grund dafür erkennen könnte.

Die Kamera wird vereinzelt auf DSLR-Niveau angesiedelt. Richtig ist, dass sie gut ist. Eine gute Smartphone-Kamera, die sich auch mit einigen Kompakten messen kann. Aber definitiv nicht mit einer DSLR!

Im Vergleich zum S5 wurde die Oberfläche deutlich verschlankt. Der S Finder wurde beibehalten, mit dem man eigentlich alles wiederfindet, auch die oft gut versteckten Systemfunktionen. Von den Funktionen, die gestrichen wurde, habe ich bislang noch keine vermisst. Dafür kann man das Gerät wieder stumm schalten (war beim S5 dem Lollipop-Update zum Opfer gefallen). Ein privater Modus ist hinzugekommen, in dem sich Dateien vor neugierigen Augen schützen lassen. Smart Lock gefällt mir gut: In vertrauter Umgebung (zu identifizieren über GPS oder Bluetooth, per Stimme funktioniert bei mir nicht) entfällt auf Wunsch die Notwendigkeit der PIN-Eingabe.

Dass Samsung sich entschlossen hat, Akku und Speicher fest zu verbauen, halte ich für unglücklich. Dies ist dem Käufer jedoch durch die Produktbeschreibung hinreichend bekannt, so kann sich jeder selbst entscheiden. Auch die superglatte Oberfläche sehe ich mit Fragezeichen, ist aber auch Geschmackssache. Alles in allem hält man mit dem Galaxy S6 allerdings ein High-End-Gerät in der Hand, das auf ganzer Linie dem Stand der Technik entspricht.


Weiterführende Links:



Vine Produkttest


Kommentare:

  1. super dass dus getestet hast ich wollte es mir nämlich eventuell noch vor meiner reise nach st christina holen und hab jetzt erstmal stoff zum nachdenken. danke
    gruß Paul

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  2. das handy habe ich auch, bin sehr zufrieden damit :)

    wie wird man denn bitte handy tester? bekommst du die teile zum testen zugeschickt und musst sie danach zurück schicken oder wie läuft das?

    herzliche grüße, elsa

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    1. Hallo Elsa,

      das Handy habe ich über das Amazon Vine Programm bekommen (von dem wahrscheinlich niemand weiß, wie man da rein kommt).

      Das Gerät darf ich nach dem Test behalten, unabhängig davon, ob meine Bewertung positiv oder negativ ausfällt.

      Samsung hatte auch selber Tester für das S6 gesucht; dort war aber nach meiner Erinnerung eine Klausel, dass das Gerät bei einer positiven Rezension behalten werden darf.

      LG Howie

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    2. hah, ok....danke für die info! ich möchte auch gerne handys testen und häng mich da mal rein ;)

      ich folge dir jetzt damit ich nix mehr verpasse :p

      glg, elsa

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