Freitag, 19. Juni 2015

Acer Aspire Switch 10 E (SW3-013) Tablet-PC





Beim Öffnen des Kartons hatte ich das zuoberst liegende Stück Hardware entnommen und wunderte mich, wie leicht das Gerät doch war. Und wie schwer der Restkarton. Des Rätsels Lösung: Das (oder der?) Acer Aspire Switch war in seine zwei Bestandteile, nämlich Tastatur und Bildschirm, zerlegt, beides sorgsam verpackt. Dazu findet man eine recht brauchbare Schnellstartanleitung sowie einen Gutschein. Ein Ladegerät (USB / Micro-USB) ist ebenfalls enthalten.


Tastatur und Bildschirm lassen sich in verschiedenen Variatonen verbinden: Mit dem Bildschirm zu Tastatur hat man Notebook-Feeling, anders herum angebracht kann man das Gerät auf der Tastatur abstellen, um beispielsweise Filme zu schauen. Während in der Notebook-Stellung das Gerät geschlossen werden kann, hat man in der anderen den Bildschirm offen liegen, ein extradickes Tablet gewissermaßen. Natürlich lässt sich der Bildschirm auch abnehmen, um ohne Tastatur als Tablet zu dienen. In der Notebook-Stellung zeigt sich schnell, dass die Tastatur zu leicht ist im Vergleich zum Bildschirm; das Gerät kippt dann schnell. Hier wäre vielleicht ein zweiter Akku als Gegengewicht sinnvoll gewesen.

Zum Start empfiehlt sich der Notebook-Aufbau. Man wird zur Installation durch einige Bildschirme gelotst, in dessen Verlauf man auch ein Microsoft-Konto angeben bzw. anlegen kann. Am Ende der recht flott abgewickelten Prozedur begrüßt den Benutzer der Startbildschirm von Windows 8.1. Als Win7- und Android-Benutzer ist das für mich eine erhebliche Umstellung, an der ich noch immer knabbere. Das Gerät ist vorbereitet für Windows 10.

Im Paket enthalten ist ein Einjahres-Abonnement von Microsoft Office 365. Dieses muss innerhalb von 6 Monaten nach Windows-Aktivierung aktiviert werden. Hat man die Software installiert, ist zunächst die automatische Vertragsverlängerung aktiviert - auch wenn die jährlichen Kosten von Office 365 Personal überschaubar sind, sollte man sich dessen bewusst sein.

Ebenfalls enthalten ist ein Gutschein, mit dem man Pro7-TV sowie ein reduziertes Maxdome-Video freischalten kann. Zwar werden auf der Amazon Produktseite sechs Monate Entertainment angeboten, jedoch sind es tatsächlich nur drei Monate Live-TV (ohne automatische Verlängerung) sowie 4 Monate Maxdome zum Preis von einem (mit automatischer Verlängerung). In dieser Kombination für mich kein wirklicher Mehrwert.

Das Gerät hat sich während der ersten Tage gut geschlagen. Die Arbeit erfolgt flüssig, Filme liefen ruckelfrei. Der mit 5.700 mAh angegebene Akku ist fest verbaut; der Akku-Verbrauch (laut Herstellerangabe bis zu 12 Stunden Laufzeit) hält sich in Grenzen. Es hat einen Micro-SD-Steckplatz für SDXC-Karten, Micro-USB sowie Micro-HDMI. An der Tastatur findet man einen USB 2.0-Anschluss. Steuern lässt sich das Gerät über den Touch-Screen oder über das Touch-Pad in der Tastatur.

Ein SIM-Kartenslot ist nicht vorgesehen, dafür benötigt man einen Stick. Eine interessante Kleinigkeit: Das Gerät kann als WLAN-Hotspot arbeiten, während es selber über WLAN betrieben wird - recht nützlich auf Reisen.

Alles in allem ein schönes und vielseitiges Gerät. Ob man er nun lieber mit einem Notebook oder einem Tablet benutzt, kann der Anwender hier situationsabhängig entscheiden. Der Preis für diese Flexibilität ist neben dem relativ kleinen Bildschirm vor allem der mit 32GB nicht gerade üppige Speicher. Es empfiehlt sich, die Cloud-Möglichkeiten (z.B. 1TB bei Office 365) zu nutzen. Außerdem würde ich eine nicht zu kleine SD-Karte empfehlen, um unterwegs böse Überraschungen zu vermeiden.


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