Samstag, 27. Juni 2015

Orcs - Sie kommen, um uns alle zu töten




Urgs

Rezension zu Orcs!
*****

In einem amerikanischen Nationalpark tauchen Orks auf - und wer ihnen über den Weg läuft, ist ziemlich schnell ziemlich tot. Nur der kiffende Ranger Cal (Adam Johnson), sein Volunteer Hobie (nein, nicht Howie!) Hobart Moss (Maclain Nelson) und die spröde Umweltaktivistin Katie (Renny Grames) nehmen den Kampf auf; das Team erhält dann noch Verstärkung durch den Drogenbeauftragten Dan (Michael Todd Behrens).


Die Filmemacher, das muss man zugeben, haben sich schon alle Mühe gegeben, die gängigen Klischees zu bedienen. Wer also schon einmal einen Horror- oder zur Not auch Katastrophenfilm gesehen hat, wird wenig Mühe haben, diesem Streifen zu folgen:
  • Hobie postuliert zur Belustigung seines Kollegen Cal die Existenz des Bigfoot; Cal konzentriert sich lieber auf die wichtigen Dinge des Lebens wie die (natürlich rein professionelle) Verkostung von Marihuana.
  • Beide stolpern mehr oder weniger über die Orcs, entziehen sich aber dem Handlungsmuster durch ihre konsequente Weigerung zu sterben.
  • In letzterem Unterfangen werden sie von Katie unterstützt, welche im Elbenlook mit der bewegten Miene eines Dolph Lundgren die Orcs ins verdiente Jenseits expediert.
  • Die ebenso boshafte wie ungläubige Chefin Marge (Barta Heiner) verhindert durch frühzeitiges Ableben überflüssige Konfliktsituationen im Film, so dass sich die verbliebenen Darsteller harmonisch auf das konzentrieren können, was sie am besten nicht können: Action.
  • Die Bewaffnung, das muss man der Requisite lassen, ist schon der Hit: Hobie verschießt mit seiner automatischen Waffe in einer filmischen Dauerschleife mehr Munition als ein Platoon beim Stürmen der feindlichen Stellung - natürlich ohne nachzuladen. Cals Waffe hätte ich auch weniger in der Waffenkammer einer Rangerstation vermutet. Und Katie schießt mit Dynamit - pyrotechnisch so aufregend, dass meine Kleinsten noch abwinken würden, aber der Kawumm-Effekt haut den stärksten Orc aus den (ziemlich kleinen) Latschen.
  • Der Orc an sich, auch das sollte man erwähnen, ist eigentlich weniger schauderhaft, als das Gekreische der Schauspieler glauben machen möchte: Im Grunde stelle man sich einen Indianer vor, wie ihn sich das frühe Hollywood vorstellt, in voller Kriegsbemalung. Man addiere ein paar schreckliche Zähne, fertig ist der Orc. Malen nach Zahlen könnte nicht leichter sein.

Im Gegensatz zu manch anderen Trash-Streifen findet man hier noch nicht einmal die dringend nötige unfreiwillige Komik.

Das Schrecklichste am Film, und hier spoilere ich mal, ist das Ende: Es lässt die Möglichkeit eines Sequels offen. Urgs!


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