Sonntag, 23. August 2015

Miles & Niles - Hirnzellen im Hinterhalt: Band 1




Herrlich anarchisch

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Miles, der größte Trickser an seiner alten Schule, zieht ins verschlafene Yawnee. Dort muss er sich erst einmal seinen Ruf erarbeiten. Doch schon die Einschulung zeigt das Problem: Offenbar hat die Schule bereits einen Trickser, und zwar einen richtig guten...


Und so macht sich Miles daran, den anderen Trickser in seine Schranken zu verweisen, denn schließlich ist er der Meister. Doch der andere denkt gar nicht daran, zurückzustecken. Und so finden sich die beiden und mit ihnen der Leser schnell in einem handfesten Trickser-Krieg wieder. Doch da gibt es den ziemlich cholerischen Schulleiter Barkin, dem das Ganze naturgemäß ein Dorn im Auge ist. Seinem ziemlich unangenehmen Sohn Josh ist die Sache weniger wichtig, aber Miles hat er auch sofort auf dem Kieker. Und welche Rolle spielt Niles, der Liebling des Schulleiters und ein Streber vor dem Herrn?

Der bockige Miles tut sich schon schwer, das Herz des Lesers zu erobern. Niles ist da schon wesentlich smarter. Heimlicher Star aber, natürlich nach den Kühen, ist die Barkin-Familie.

Das Buch von Jory John und Mac Barnett (Übersetzung: Alexandra Ernst) ist locker geschrieben, in eher kurzen Sätzen mit einem teils recht trockenen Humor. Aufgelockert wird es neben zahlreichen Illustrationen von Kevin Cornell mit Zitaten aus einer imaginären Broschüre mit dem Titel "1.346 spannende Tatsachen, die man über Kühe wissen sollte".

Vermutlich wird es viele Eltern geben, denen das Buch eher suspekt ist. Ich finde es gut geschrieben und auch der Altersgruppe (ab 10 Jahren) angemessen. Auch wenn es in seiner Art ein wenig anarchisch ist, glaube ich nicht, dass die Streiche direkt zum Nachahmen anregen. Ich hoffe, dass mich nicht irgendwelche Briefe der örtlichen Schulbehörden eines Besseren belehren werden.



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