Sonntag, 4. Oktober 2015

Ark Malikum: Kampf gegen die Verschwörer




Pickelpilz und Wurzelkack

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Der dendranische Junge Ark Malikum, Bewohner einer Baumwelt meilenweit über dem Boden, wird ungewollt Zeuge einer Verschwörung - und sitzt buchstäblich in der ... - nun ja, er ist Klempner. Auf dem Weg zum Happy-End muss er mit seinen Gefährten manches Abenteuer bestehen, wie auch sein fieser Widersacher.


Der Autor beschreibt liebevoll eine eigene Welt in den Bäumen mit ans Mittelalter erinnernden Strukturen und einer eigenen, ein wenig ans Christentum erinnernden Religion. Viele Begriffe und Redensarten überträgt er in diese neue Umgebung und sorgt auch damit für manchen Schmunzler. Die Kapitel sind übersichtlich gegliedert, so dass sich einerseits die Spannung gut hält, man andererseits das Buch auch mal beiseitelegen kann.

Zu einer solch posiiven Bewertung wird man nur kommen, wenn man das Buch als das nimmt, was es ist: Ein Jugendbuch für 11- bis 14-Jährige. Eine Bewertung aus der Sicht eines Erwachsenen würde dem Buch nicht gerecht werden - die ständige Flucht, das ständige Herumrühren in dendranischen Ausscheidungen und eine manchmal etwas schlichte Logik nerven den erwachsenen Leser mitunter etwas.

Was mich am Buch störte, ist die Rolle der Gewalt. Dass der Bösewicht seine Missetaten mit Wohlwollen betrachtet, wird auch den jungen Leser nicht weiter stören, von dem erwartet man schließlich auch nichts anderes. Aber den Kampf zum Ende des Buches finde ich doch allzu blutig geraten für die Zielgruppe.

Fazit: Ein lesenswertes Buch für Heranwachsende, aber ein Punkt Abzug wegen der Gewaltdarstellung.


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