Sonntag, 25. Oktober 2015

Olympus VN-741 Diktiergerät

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Größter Schwachpunkt ist das Handbuch

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Der Lieferumfang des Olympus VN-741 Diktiergerätes umfasst auch die zwei benötigten AAA-Batterien; außerdem liegt ein mehrsprachiges Handbuch in Papierform ebenso wie als PDF auf dem Gerät bei.


Abweichend von der Amazon Produktbeschreibung lag bei mir keine Spracherkennungssoftware bei (das wäre beim VN-741 PC DNS der Fall). Auch besteht keine Möglichkeit, den Speicher mit Hilfe einer Micro-SD-Karte zu erweitern. Auch kam ich nicht auf 1.600 Stunden maximale Aufnahmezeit, sondern nur auf 1.073 Stunden (natürlich nicht getestet, sondern im Display abgelesen) bei minimaler Aufnahmequalität von 8 kpbs. Bei hoher Sprachqualität (128 kpbs), und die würde ich immer wählen, kommt man auf 67 Stunden, was ich aber auch für ausreichend halte.

Ein- und ausgeschaltet wird das Gerät durch einen Schiebeschalter an der Seite. Dies mutet etwas altmodisch an, hat aber unbestreitbar seine Vorteile. Die Aufnahme erfolgt auf Knopfdruck in einem von fünf Ordnern (A - E); der Benutzer hat die Wahl zwischen dem eingebauten Mikrofon und einem externen (Klinkenstecker). Getestet habe ich nur mit dem eingebauten Mikro. Über einen Szene-Modus kann man die Aufnahme für die Situation (Dikat, Treffen, Konferenz) optimieren; die Telefonaufzeichnung, welche man dort ebenfalls findet, konnte ich nicht ans Laufen bringen. Abhören kann man das Aufgenommene über den Rekorder, hier finde ich die Lautstärke aber unzureichend. Sinnvoller erscheint mir die Wiedergabe über Kopfhörer (Klinke) oder über den PC.

Mit der Übertragung der Daten auf den PC hat sich Olympus etwas Besonderes einfallen lassen: Hier muss man nicht mit Karten oder Kabeln hantieren, sondern einfach einen eingebauten USB-Stecker ausfahren, und voilá - man hat den Rekorder in einen USB-Stick verwandelt.

Die Bedienung des Geräts finde ich etwas umständlich. Auch unter optimalen Bedingungen tue ich mich schwer damit, das Display abzulesen; ohne Brille geht es gar nicht. Eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht vorgesehen. Die Menüstruktur ist eher unübersichtlich, und die Navigation im Menü ist eigenwillig umgesetzt; das Handbuch gibt zu den verschiedenen Einstellmöglichkeiten leider keinerlei Auskunft. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist die Ordnerstruktur, hier findet man sich jedoch ein. Ärgerlich, wenn auch kein Weltuntergang, ist es, dass Datum und Uhrzeit nach Batteriewechsel neu eingegeben werden müssen. Bleibt das Gerät eine Weile ungenutzt, schaltet es sich selbständig ab, um Energie zu sparen.

Das größte Ärgernis, die fehlerhafte Produktbeschreibung, kann man wohl dem Gerät nicht anlasten; hier empfehle ich einen Blick in die technischen Daten des Herstellers. Wegen Handhabung und Handbuch habe ich etwas mit mir gehadert; letztlich konnte und kann ich aber doch problemlos mit dem Gerät aufnehmen, daher also knappe vier Sterne.


Weiterführende Links:


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Vine Produkttest

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