Samstag, 14. November 2015

Steba DD 1 ECO Elektronischer Schnellkochtopf





Der mit gut 26 cm Seitenlänge recht klobige Steba DD 1 ECO Schnellkochtopf wird mit einer eher nichtssagenden Bedienungsanleitung sowie einer kleinen Rezeptesammlung geliefert. Dazu erhält man einen Kochlöffel, einen Messbecher, Dämpfeinsatz mit Gestell, Plastikdeckel für den Topf (zum Lagern des Kochguts im Topf) sowie einen Ersatz-Dichtring. Beim Auspacken bekam ich erst einmal einen Schreck...


Ein wesentliches Element eines Dampfkochtopfes ist das Ventil. Und dieses schlackert und klappert nur so herum bei diesem Gerät. Sicherheitshalber habe ich einen ersten Test nur mit Wasser vorgenommen und erst, als dieser erfolgreich verlief, tatsächlich gekocht.

Der Topf ist hinreichend groß für ein Kilogramm Gulasch nebst Zutaten und Flüssigkeit. Hat man alle Zutaten im Topf, wird der Deckel draufgemacht und das passende aus neun Programmen ausgewählt. Jedes Programm hat eine Voreinstellung für die Garzeit (Fleisch z.B. 30 Minuten), die man aber nach eigenem Gusto auch verändern kann. Wichtig: Die Zeit beginnt erst zu zählen, wenn der nötige Dampfdruck erzeugt ist. So werden aus 30 Minuten auch schnell mal 45 Minuten, je nach Füllmenge.

Man kann das Fleisch im Topf anbraten, muss man aber nicht: Die Hitzeentwicklung ist zwar ganz ordentlich, aber das Fleisch wird in der Pfanne doch irgendwie brauner. Außerdem macht das Wenden des Fleisches nicht wirklich Spaß, weil der Topf nicht fixiert ist und sich somit drehen kann.

Am Ende piept das Gerät, und ein Countdown von vier Minuten wird angezeigt, der allerdings nicht entsprechend der normalen Zeitrechnung zu erfolgen scheint. Was es damit auf sich hat, konnte ich der Anleitung nicht entnehmen. Wie auch vieles andere nicht; die Anleitung ist der wohl größte Schwachpunkt des Gerätes.

Auch wenn die ganze Druckregelung bislang vom Gerät übernommen wurde, muss man am Ende doch den Dampf ablassen. Hierzu wird das (immer noch recht klapprige) Ventil gedreht; aus Sicherheitsgründen (die ich in diesem Fall nachvollziehen kann) wird empfohlen, dies mit einem Kochlöffel zu tun. Ist der Druck weg, darf man den Deckel gefahrlos durch eine leichte Drehung öffnen.

Das Gerät selber wird feucht abgewischt; der Innentopf, also das Teil, welches tatsächlich mit den Speisen in Berührung kommt, ist aus Edelstahl und damit spülmaschinenfest.

Um einem Missverständnis vorzubeugen, dem auch ich zunächst aufgesessen bin: In der Produktbeschreibung ist die Rede von einem Timer; damit ist die Garzeit-Einstellung gemeint. Eine Uhrzeit oder eine Verzögerung bis zum Beginn des Kochens kann man nicht einstellen.

Es bleibt die Frage, wer dieses Gerät braucht. Fakt ist: Das, was dieser Schnellkochtopf kann, können auch ganz normale Schnellkochtöpfe. Nur dass man bei diesen immer ein wenig justieren muss, bis der Dampfdruck richtig eingestellt ist. Wer gerne den Vorteil eines Schnellkochtopfes genießen möchte, ohne sich damit groß zu belasten, ist mit diesem Gerät sicher gut bedient. Auch bei eingeschränkter Zahl von Kochfeldern kann er durchaus eine Option sein. Und zu guter Letzt kann man ihn natürlich auch mobil verwenden, Stromversorgung vorausgesetzt.

Eine schicke Sache - aber wegen Ventil und Anleitung gibt es nur gute drei Sterne.


Weiterführende Links:


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Vine Produkttest

Kommentare:

  1. Da bleibe ich doch lieber bei meinem einfachen Schnellkochtopf, den ich allerdings nicht missen möchte. Denn vieles wird viel schneller gar. Das spart Zeit und Energie. Dieser Topf ist vielleicht etwas, wenn man keinen Herd zur Verfügung hat und trotzdem selber kochen möchte. Für Leute, die viel unterwegs sind.
    LG Elke

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    1. Das sehe ich ähnlich. In einer Studentenbude könnte ich mir das Teil auch noch gut vorstellen (Würstchen platzen darin nicht, habe ich kürzlich festgestellt).

      LG Howie

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