Sonntag, 13. März 2016

Tapper Twins - Ziemlich beste Feinde




Da fehlt mir was

Rezension zu Tapper Twins - Ziemlich beste Feinde (Tapper Twins (Serie), Band 1)
Autor: Geoff Rodkey
Übersetzung: Carolin Müller
*****

Krach bei den Tappers. Leni (12 Jahre) und ihr 6-jähriger Zwillingsbruder sind im Krieg wegen einer Scheibe Toastbrot. Oder war es doch der Pups in der Cafeteria der Schule? Stoff für einen Historiker-Streit, den Leni mit dieser Chronik wohl zu ihren Gunsten kippen möchte.


Natürlich passt der Altersunterschied zwischen den Geschwistern nicht zur klassischen Definition von Zwillingen, aber er wird plausibel erklärt und spielt auch eine gewisse Rolle bei dem Krieg, der dem Pups folgte. Eigentlich sollte es auch gar kein Krieg werden,sondern nur Rache - doch dann geraten die Dinge außer Kontrolle. Und irgendwann fließt Blut, wenn auch nur virtuelles.

Geoff Rodkey (Übersetzung: Carolin Müller) beschreibt den geschwisterlichen Zwist im modernen Umfeld vorwiegend aus Lenis und Bens Sicht, aufgelockert durch die SMS-Kommunikation der Eltern und Screenshots von Lenis Online-Aktivitäten. Dabei lässt er neben den beiden Kontrahenten auch andere Beteiligte zu Wort kommen und bringt damit interessante Perspektiven in die Geschichte.

Während der Anfang noch die eine oder andere interessante und amüsante Wendung erhoffen ließ, gerät der eigentliche Krieg meiner Meinung nach ziemlich grau, fade und langweilig. Fast hatte ich den Eindruck, den Autor hätte hier Angst vor der eigenen Courage bekommen, als hätte ihn der Mut verlassen, den Handlungsfaden mit anarchischem Humor weiterzuführen. Stattdessen kommt plötzlich die Moral ins Spiel, was zwar pädagogisch wertvoll ist, dem Lesespaß aber erheblich im Wege steht.

Alles in allem ein Buch mit gutem Start und guten Ansätzen; leider geht auf halber Strecke die Lesefreude verloren.


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