Sonntag, 9. Oktober 2016

Sony Xperia XZ Smartphone





Das Sony Xperia XZ wird geliefert mit Ohrhörern und Ladegerät, dazu ein Startup Guide für die allerersten Schritte. Das Gerät soll mindestens 30 Minuten geladen werden, bevor man es erstmals in Betrieb nimmt.

 Nachdem ich bislang das Samsung Galaxy S7 benutzt habe, liegt es nahe, dass ich hierzu Vergleiche ziehe; beide spielen schließlich in der gleichen Liga.

Das S7 hätte hier mit Fokus auf der Sonne eine
Super-Stimmung gezaubert. Hier nur langweilig und bäh.
Die Datenübertragung per WIFI Kopierfunktion funktionierte nicht; dies scheint aber (ein trauriger) Android-Standard zu sein, denn ich habe sie noch nie erfolgreich nutzen können. Mit der dafür vorgesehenen App ging das aber problemlos; man muss allerdings, je nach Füllgrad des Altgerätes, durchaus einen Tag für die Übertragung kalkulieren. Alternativ kann man, wenn man ein passendes Kabel zur Hand hat, die Daten auch über dieses transferieren.

Das Gerät benötigt eine Nano-SIM. Der entsprechende Einschub lässt sich, anders als bei den meisten Geräten, mit dem Fingernagel ausziehen; ein Simkarten-Slot-Öffner wird nicht benötigt. Im gleichen Slot lässt sich auch eine Micro-SD unterbringen.


Die wohl mit Abstand beste Aufnahme mit dem Xperia XZ
Die Frage nach der Kapazität des Akkus stellt sich der kritische Nutzer natürlich als erstes bei diesem Gerät, ist er doch fest verbaut. Ich komme in der Regel mit einer Akku-Ladung gut über den Arbeitstag. Morgens geladen, Energiesparen ab 50% - damit reicht der Strom für den ersten Tag (wenn auch nicht die ersten Tage). Das ist deutlich besser gelöst als beim Galaxy.

Das Schnell-Ladegerät lädt den 2.900mAh-Akku mit 1,5A. Induktives Laden wird leider nicht unterstützt. Auch Schnellladen wird unterstützt, wenn man über ein entsprechendes Ladegerät verfügt. Beim Laden in der Nacht sorgt eine innovative Ladetechnik dafür, dass die letzten 10% erst kurz vor dem Aufwachen geladen werden (Festlegung anhand der typischen Nutzungszeiten). Da ich kurz vor dem Aufwachen allerdings noch schlafe, habe ich diese Funktion bislang nicht live beobachten können.
Bei den Bäumen im Hintergrund sieht man sehr gut
das Verwaschene - das ist das, was mich am meisten stört.

Das Gerät besteht aus einem Aluminiumrahmen, der schick schillern soll; bei meinem schwarzen Modell kann man davon nicht viel sehen. Trotz der geringeren Displaygröße hat das Smartphone in etwa die Maße des Galaxy S7; der recht breite Rahmen oben und unten ist ohne Funktion. Die Bedienelemente sind auf der rechten Seite des Gerätes untergebracht: der Ein-/Ausschalter mit Fingerabdrucksensor, Lautsprecher-Wipptaste sowie Kamerataste. Die Anordnung finde ich aus mehreren Gründen unglücklich:
  • Die meisten KFZ-Halterungen werden sich mit dem Gerät schwer tun, da zwischen Ein-/Ausschalter und Lautstärkeschalter kaum Platz ist für den Halteholm.
  • Eine der besseren Aufnahmen.
  • Die Lautstärketaste liegt bei normaler rechtshändiger Bedienung im Bereich des Handballens und wird damit leicht versehentlich betätigt, das gleiche gilt für den Kameraknopf.

Alles in allem schick, wenn auch etwas klobig wirkend und nicht funktional. Das Handy ist durch das Metallgehäuse recht glatt und lässt sich weder besonders gut halten noch liegt es sicher auf glatten Oberflächen.

Eine Aufnahme aus der guten Küche.
Schwierig durch die Folie, aber
die Schärfe überzeugt nicht.
Das 5,2" große Display ist hochauflösend und hell, gut ablesbar sogar im Sonnenlicht. Die Geschwindigkeit lässt nicht zu wünschen übrig.

Die Kamera des Xperia XZ ist das, wovon am meisten geschwärmt wird. Ich muss gestehen: Die Begeisterung teile ich ganz und gar nicht. Zwar klingen die Daten hervorragend, aber die Ergebnisse gefallen mir durch die Bank nicht. Verwaschen und oft verwackelt, das kenne ich mittlerweile anders. Low-Light? – Kann man vergessen. Möglicherweise kann man mit den manuellen Einstellungen noch etwas retten, aber das ist nicht mein Anspruch: Mit dem Smartphone möchte ich auf die Schnelle einen Schnappschuss machen können, und das erfordert einfach die Automatik. Das Blitzlicht des XZ erweist sich als ziemlich trübe Funzel, einen Frontalblitz (beim S7, vergleichbar dem iPhone, über das Display gelöst) gibt es nicht.

Frei schwebendes Blatt.
Obwohl ansprechend, scharf
ist anders.
Erfreulich ist, dass das XZ staub- und wasserdicht nach IP65/68 ist. Das bedeutet, dass es sowohl Strahlwasser als auch Untertauchen aushält. Ich würde es zwar nicht mit Gewalt darauf anlegen, aber man muss nicht in ständiger Panik leben.

Angesichts der Fülle der Funktionen wäre eine Suchfunktion hilfreich. Zwar gibt es eine solche, nur findet die nicht zuverlässig. Der Begriff „Tastatur“ ergab beispielsweise keine Treffer. Mit Smart Lock kann man in vertrauter Umgebung (zu identifizieren über GPS, WLAN oder Bluetooth, auch per Trageerkennung, per Stimme bzw. Gesichtserkennung habe ich nicht getestet) entfällt auf Wunsch die Notwendigkeit der Passwort-Eingabe. Weiterhin gibt es den Fingerabdruck-Sensor, der sehr schnell und zuverlässig funktioniert. Für den Gesundheitsbewussten gibt es einen Schrittzähler.

Aufnahme aus dem fahrenden Auto.
Beim S7 hätte ich das Kennzeichen
des Vorausfahrenden verpixeln müssen.
Dass Sony sich entschlossen hat, den Akku fest zu verbauen, halte ich für unglücklich. Dies ist dem Käufer jedoch durch die Produktbeschreibung hinreichend bekannt, so kann sich jeder selbst entscheiden. Auch die superglatte Oberfläche sehe ich mit Fragezeichen, ist aber auch Geschmackssache. Alles in allem hält man mit dem Sony Xperia XZ ein High-End-Gerät in der Hand, das weitgehend dem Stand der Technik entspricht, leider mit Ausnahme der Kamera.












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